LAP - Lokaler Aktionsplan für Demokratie und Toleranz im Kyffhäuserkreis

Der lokale Aktionsplan (kurz LAP) ist ein auf den Problemlagen des Kyffhäuserkreises basierendes Konzept zur Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen rechtsextreme, fremdenfeindliche und antisemitische Einstellungen und einer demokratischen und toleranten Kultur im Gemeinwesen.

 

Rückblick:

Erstmalig wurde ein solches Konzept im Jahr 2001 im Kyffhäuserkreis entwickelt. Im Jahr 2007 begann dann bundesweit in vielen Landkreisen und Kommunen im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut“ (seit 2011 „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“) die Entwicklung und Fortschreibung eines solchen Aktionsplanes – verbunden mit der Finanzierung von vielfältigen Einzelmaßnahmen und Projekten. Seit dieser Zeit konnten im Kyffhäuserkreis bereits 117 Projekte in diesem Themenfeld durchgeführt werden, über deren Förderung jeweils vorab in einem Gremium verschiedener politischer und gesellschaftlicher Akteure sowie Verantwortungsträger des Landkreises, dem so genannten Begleitausschuss, beraten und abgestimmt wurde. Die Förderung der Maßnahmen ist bis zu 100%, also als Vollfinanzierung, möglich. Seit dem Jahr 2012 werden die zur Verfügung stehenden Bundesmittel durch Mittel des Landes Thüringen – und zwar aus dem Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit – ergänzt.

 

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Aktuelles:

 

Bundesweiter Aktionstag "Wir für Demokratie – Tag und Nacht für Toleranz"
am 16. April 2013

 

Neben einer zentralen Veranstaltung in Berlin, zu der rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, den Bundesprogrammen zur Extremismusprävention „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“, „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und "XENOS - Ausstieg zum Einstieg", Kommunen, Vereinen und Verbänden zu einem Fachdialog zusammen gekommen sind, fanden bundesweit mehr als 800 Aktionen wurde beim Aktionstag „Wir für Demokratie - Tag und Nacht für Toleranz“ am 16. April 2013 ein eindrucksvolles Zeichen für Toleranz und gesellschaftliche Vielfalt und gegen Rechtsextremismus gesetzt.

 

Auch Akteure des Bündnis´ gegen Rechts im Kyffhäuserkreis und Mitarbeiter/innen der Jugendarbeit, insbesondere die Bereichsjugendpfleger/innen, haben am 16. April im Kyffhäuserkreis ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt. Weitere Infos dazu hier.

 

 

Programmausschreibung 2013

 

Auch in diesem Jahr hat sich der Kyffhäuserkreis an der Ausschreibung des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDEN – KOMPETENZ STÄRKEN“ und des Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit „DENK BUNT“ beteiligt und positive Bewilligungsbescheide erhalten. Somit kann die bisher erfolgreiche Arbeit im Rahmen des „Lokalen Aktionsplans für Demokratie und Toleranz“ auch 2013 fortgesetzt werden. Dem Landkreis stehen insgesamt 50.000 € im Rahmen des „LAP“ zur Verfügung. Vereine, Verbände und freie Träger der Jugendhilfe unseres Landkreises sind nunmehr aufgerufen, sich mit Projektideen um eine Förderung zu bewerben, die auf der Grundlage der

 

 

basieren. Informationen zur Antragstellung, die noch bis 20. März 2013 möglich ist, erhalten Interessierte bei der lokalen Koordinierungsstelle, die beim Jugend- und Sozialamt des Landkreises und dem Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V. angesiedelt ist. Die Förderung einzelner Maßnahmen ist mit bis zu 100%, also als Vollfinanzierung, möglich. Das 

 

 

ist beim Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V., Ferdinand-Schlufter-Straße 48 in Sondershausen, einzureichen.

 

Kontakt lokale Koordinierungsstelle: 

 

 

Jörn Krause

Jugend- und Sozialamt Kyffhäuserkreis

Telefon 03632 741622
e-Mail:  

 

 

Sabrina Krause

Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V.

Telefon 03632 782637
e-Mail:

 

Begleitausschuss:

 

Die Mitglieder des Begleitausschusses - einem Gremium verschiedener politischer und gesellschaftlicher Akteure sowie Verantwortungsträger des Landkreises - beraten und entscheiden über die Vergabe der Mittel. Die Vertreter der lokalen Koordinierungsstelle wirken als beratendes Organ. Die nächste Begleitausschuss-Sitzung findet am Mittwoch, 27. März 2013, 14:00 Uhr im Landratsamt Kyffhäuserkreis, Beratungsraum Jugend- und Sozialamt, statt.

 

Im Begleitausschuss sind folgende Personen vertreten:

  • Bärbel Thormann, SGW - Sondershäuer Gewerbe- und Wirtschaftsverein e.V.
  • Caroline Liebau Projektleiterin Kompetenzagentur Kyffhäuserkreis
  • Christiane Zyber, Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V.
  • Cornelia Naumann, Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis
  • Cornelia Kraffzick, Vorsitzendes des Jugendhilfeausschuss im Kyffhäuserkreis
  • Georg Schäfer, Bündnis gegen Rechts im Kyffhäuserkreis
  • Hannelore Saxe, Volkssolidarität Artern e.V.
  • Heiko Raschka, Jugendhilfeausschuss 
  • Jana Schulz, Gleichstellungsbeauftragte Landratsamt Kyffhäuserkreis
  • Jörn Krause, Jugend- und Sozialamt Kyffhäuserkreis
  • Katharina Weizel, Ausländerbeauftragte und Aussielderinitiative "Kontakt"
  • Klaus-Dieter Mosebach, Jugend- und Sozialamt Kyffhäuserkreis
  • Matthias Kopka, Kreisjugendwart Evangelische Jugend
  • Sabine Bräunicke, Amtsleiterin Jugend- und Sozialamt Kyffhäuserkreis
  • Staatliches Schulamt
  • Kreiselternsprecher/in

 

 

LAP-Projekte des Kreisjugendring Kyffhäuserkreis (2012)
 
"Interkulturelle AG Ebeleben"

Ziel des Projekts ist die Fortführung und der Ausbau der Interkulturellen AG an der Regelschule Ebeleben. Im Vorläuferprojekt 2011 sind im Rahmen der AG-Treffen die Projektziele und -vorhaben für die Interkulturelle AG im Jahr 2012 festgehalten worden. Dazu zählen der Abbau von Vorurteilen gegenüber Asylbewerbern, die Aufklärung über Probleme eines Asylbewerbers in Deutschland, Begegnungen im interkulturellen Rahmen an der Regelschule und außerhalb der Schule, gegenseitiges Kennen lernen der deutschen und ausländischen Schüler/innen. Dadurch soll eine bessere Kommunikation in der Regelschule und im Gemeinwesen mit Bewohner/innen der Asylunterkunft Rockensußra sowie die bessere Integration der Bewohner/innen in die Gemeinwesenstruktur bewirkt werden.

Zielgruppe

Jugendliche (13-18 Jahre), Erzieher/innen, Lehrer/innen, Bürger/innen

Durchführungsort

Ebeleben und Rockensußra

Kontakt, Ansprechparter/innen

Nancy Schuder-Ludwig

Tel. 036020 72213, e-Mail:

 

Sabine Lucks

Tel. 03632 701218, e-Mail:

 

 

"AkzepTanz"

Aufgrund der wenig vorhandenen Freizeitmöglichkeiten im ländlichen Raum Großenehrich konzentriert sich die junge Generation aller Altersgruppen in den zwei Räumen des Jugendclubs. Hierbei kommt es aufgrund der Altersunterschiede zu erheblichen Interessenkonflikten. Ziel des Projektes soll sein, Akzeptanz und Toleranz unter den Kindern und Jugendlichen zu entwickeln, um eine gewaltfreie Kommunikation und ein respektvolles Miteinander leben zu können. Es sollen soziale Kompetenzen wie Teamkompetenz, Verständnis für andere und Kommunikationsfähigkeit gefördert werden. Zudem soll die Projektarbeit zur Stärkung des Selbstbewusstseins jedes Einzelnen beitragen. Aufgrund der gemeinschaftlichen Ausgestaltung des Projektes soll erreicht werden, dass die Kinder und Jugendlichen Eigeninitiative entwickeln, Eigenverantwortung und Verantwortung für die Gruppe übernehmen und in gemeinsamen Entscheidungs- und Lösungsprozessen ein gleichberechtigtes Gruppengefüge entsteht.

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche (13-18 Jahre)

Durchführungsort

Großenehrich

Kontakt, Ansprechparter/in

Jugendhaus Greußen, Yvonne Jasper

Tel. 03636 703400, e-Mail:

 

 

"SeilAkt"
Akzeptanz und Toleranz durch Erlebnsipädagogik

Kinder und Jugendliche werden sich durch verschiedene erlebnispädagogische Angebote und Trainings mit eigenem Erleben und eigenen Ideen auseinandersetzen. Dabei müssen sie für unterschiedliche Konflikt- und Problemsituationen gemeinsame Lösungsansätze entwickeln, die für sie selbst und andere befriedigend sind. Kommunikationsfähigkeit wird entwickelt. Zudem wird die Toleranz und die Akzeptanz der anderen gestärkt und das Vertrauen in sich und andere gefördert.

Insbesondere temporäre Seilarbeit ermöglicht es, herausfordernde Seilelemente in verschiedenste Örtlichkeiten zu zaubern. Durch dieses ungewöhnliche Lernumfeld und verschiedenste Interaktionsspiele, die einen hohen Aufforderungscharakter besitzen, werden die Teilnehmer/innen ganz aktiv in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen und so partizipativ beteiligt. Nach jeder aktiven Übungsphase folgt ein Reflexionsprozess, um die gemachten praktischen Erfahrungen zu überprüfen und so das soziale Verhaltensrepertoire zu erweitern und in das Alltagsgeschehen zu übertragen. Dabei werden insbesondere demokratische Aushandlungsprozesse bei den verschiedenen Entscheidungs- und Lösungsfindungen im Vordergrund der Reflexion stehen.

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche (13-18 Jahre)

Durchführungsort

Greußen

Kontakt,

Ansprechparter/in

Jugendhaus Greußen, Beatrice Hoffmann

Tel. 03636 703400, e-Mail:

 

 

"Wenn nicht jetzt, wann dann?"

Ziel des Projektes ist der Ausbau und die Förderung demokratischer und toleranter Verhaltensweisen und Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen.

In einem Auftakt-Work-Shop treffen sich alle beteiligten Kooperationspartner, um ein konstruktives Handlungskonzept zum Projekt zu erstellen. Die durch langjährige ehrenamtliche Erfahrungen gesammelten Aspekte zu dem Schwerpunkt Toleranz und Demokratie werden dabei einfließen. In Seminaren soll das Handwerkszeug vermittelt werden, um mit Kindern und Jugendlichen zu diesem Thema zu arbeiten. In den verschiedenen Arbeitsgruppen werden thematische Schwerpunkte – gestalterische, akustische und plakative Elemente - erarbeitet, die später auch in die geplante Großveranstaltung einfließen. Damit die Kinder und Jugendlichen, aber auch die Multiplikator/innen unterschiedliche Kulturen kennen lernen, werden z. B. Spätaussiedler aus Kasachstan eingeladen. Allen Teilnehmer/innen haben die Gelegenheit Land und Leute kennen zu lernen und bestehende Vorurteile abzubauen. Gemeinsam mit den einzelnen Gruppen und den Projektmitgliedern wird im November eine Großveranstaltung zum Thema Toleranz und Demokratie der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Hier fließen die erzielten Ergebnisse der Gruppenarbeit ein.

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche (13-18 Jahre), Erzieher/innen, Lehrer/innen, Multiplikator/innen

Durchführungsort

Roßleben

Kontakt, Ansprechparter/in

Mehrgenerationenhaus Roßleben

Susanne Kammlodt

Tel. 034672 93783

E-Mail:

 

 

"Music connects"

Im Projekt soll eine nachhaltige Stärkung der Partizipation von Jugendlichen durch den Ausbau jugendkultureller Angebote erreicht werden. Dafür werden über das Jahr verteilte öffentliche Musikveranstaltungen unter dem Motto "music connects" von den Jugendlichen organisiert und durchgeführt.

Des Weiteren werden im Projektverlauf mittels der geplanten Musikveranstaltungen zum einen die Jugendlichen selbst, aber auch die breite Öffentlichkeit gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft sensibilisiert.

Zielgruppe

Jugendliche (19-27 Jahre)

Durchführungsort

Sondershausen

Kontakt, Ansprechparter/in

JuST – Jugend- und Schülertreff

Tel. 03632 782637

E-Mail:

 

 

"Gegen das Vergessen"  (Zeitzeugengespräche)

Ziel des Projektes ist die Vermittlung eines lebendigen, persönlichen Einblicks in die Geschichte des Nationalsozialismus/Holocaust zur Förderung und Bestärkung einer lebendigen Erinnerungskultur. Die Zielgruppen werden durch die geplanten Veranstaltungen (Zeitzeugengespräche) zu Empathie, Sensibilisierung für Menschenrechte und Toleranz befähigt. Im Herbst 2012 werden zwei Zeitzeugengespräche im Kyffhäuserkreis mit der Holocaust-Überlebenden Eva Pusztai aus Ungarn realisiert. Das Projektvorhaben erfolgt in Kooperation mit dem Erinnerungsort Topf und Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz.

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche (13-18 Jahre); Lehrer/innen, Bürger/innen

Durchführungsort

Sondershausen und Ebeleben

Kontakt,

Ansprechparter/in

Bündnis gegen Rechts -

Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V.

Tel. 03632 701218

 

 

"Gemeinsam gegen Vorurteile"

Ziel des Projektes ist es bestehende pro-demokratischen Präventionsmaßnahmen (Toleranzbox) zu vertiefen. In Form eines Seminars werden Mitarbeiter/innen in Schulen, Jugendeinrichtungen, Vereinen oder Jugendinitiativen intensiv für die Auseinandersetzung mit Themen wie Vorurteile, Ausgrenzung, Diskriminierung und Rechtsextremismus sensibilisiert. Im Mittelpunkt dabei steht die Aufklärung über den Umgang mit solchen Themen an den jeweiligen Einrichtungen sowie die verstärkte Vermittlung von praxisnahen pädagogischen Handlungskonzepten.

Zielgruppe

Mitarbeiter/innen von Kinder- und Jugendeinrichtungen, Vereins- und Verbandsmitglieder, Lehrer/innen

Durchführungsort

Sondershausen

Kontakt, Ansprechparter/in

Bündnis gegen Rechts -

Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V.

Tel. 03632 701218

 

 

"Gefangen im Netz der Rechten"

Ziel des Projektes ist es, Kinder und Jugendliche zum Thema Rechtsextremismus und dessen Folgen (u. a. Strategien, Symbole, Musik, Parolen) aufzuklären und zu sensibilisieren. Durch die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema lernt die Zielgruppe eigene Verhaltensweisen und Gedankengänge zu erfassen, um sich im Bezug auf die eigene Toleranz selbst zu reflektieren.

Die Zielgruppe wird zum nachdenken animiert, um somit ihre sozialen Kompetenzen, aber auch Werte wie Demokratie und Toleranz zu vertiefen. Die Schüler/innen erwerben durch intensive Bearbeitung des Themas entsprechende Kompetenzen für Demokratie und Toleranz sowie gegen Rechtsextremismus und Ausgrenzung. Ihre Wahrnehmungen bezüglich des Themas Rechtsextremismus sollen geschärft werden. Die Umsetzung des Projektes erfolgt in Form eines Fachtages für Schüler/innen des Kyffhäuserkreises.

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche (13-18 Jahre)

Durchführungsort

Sondershausen

Kontakt, Ansprechparter/in

Bündnis gegen Rechts -

Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V.

Tel. 03632 701218

 

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