Thematische Filmveranstaltungen

Seit einigen Jahren führen wir in Kooperation mit dem Sondershäuser Kino Cinema64 thematische Filmvorführungen durch. Als besondere Kunstform spielen Filme eine wichtige Rolle für die Vermittlung von geschichtlichen Ereignissen, aber auch aktuellen Themen, in Verbindung mit emotionalen Elementen. Filme brechen allgemeine Ereignisse auf eine individuelle emotionale Ebene herunter und befördern so eine stärke und vor allem empathische Auseinandersetzung. Daher wollen wir über das Medium Film eine Auseinandersetzung mit den Folgen von menschenverachtenden Ideologien, Hass, Gewalt, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Diktatur und Krieg erzielen. Durch den freien Eintritt soll eine breite Bevölkerungsgruppe angesprochen werden. Zudem werden gezielt Schulklassen und Träger von Jugendhilfemaßnahmen zu den Veranstaltungen eingeladen. Des Weiteren werden für die Filmvorführungen vorwiegend bewusst Gedenktage oder besondere Anlässe, wie beispielsweise die Interkulturelle Woche, ausgewählt.

 

Green Book
21.03.2020 | Internationaler Tag gegen Rassismus

[Die Veranstaltung musste leider, bisher ersatzlos, entfallen.]

 

"Green Book" von Peter Farrelly erzählt die wahre Geschichte des schwarzen Pianisten Dr. Don Shirley, der sich 1962 von dem Italoamerikaner Tony Lip für eine zweimonatige Konzerttournee in die Südstaaten chauffieren ließ. Trotz seines Status als Bühnenstar war er auf das grüne Heftchen" Negro Motorist Green Book" angewiesen. Dieses war bis 1964 ein unverzichtbarer ´Wegweiser´ für Afroamerikaner auf Reisen durch die Südstaaten der USA, da es die wenigen Hotels, Restaurants und Tankstellen auflistete, die für Schwarze zugänglich waren. Während der gemeinsamen Zeit entwickelt sich langsam eine Freundschaft zwischen den beiden sehr gegensätzlichen Männern...

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
24.01. + 27.01.2020 | Holocaust-Gedenktag

 

Caroline Links Verfilmung des Romans "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" ist die Geschichte einer jungen Familie, die vor der Naziherrschaft flieht. Im Februar 1933 verlässt der Vater des neunjährigen Mädchens Anna, ein jüdischer Publizist, über Nacht Berlin, um seiner Verhaftung durch die Nazis zu entgehen. Anna, ihre Mutter und ihr Bruder folgen dem Vater bald in die Schweiz. Von dort geht es nach Paris und schließlich nach London...

Der Film ist eine Adaption des 1973 erschienenen autobiographischen Romans von Judith Kerr. Ihr Vater, Alfred Kerr, war ein angesehener Schriftsteller, Journalist und Theaterkritiker, der sich offen gegen die Nationalsozialisten ausgesprochen hat. Ihre Mutter, Julia Kerr, war eine Pianistin und Komponistin.

 

Deutschstunde
28.11.2019

 

Der Regisseur Christian Schwochow wagt sich 50 Jahre nach dem Erscheinen des gleichnamigen Romans von Siegfried Lenz an den Stoff über einen Jungen, der sich zwischen Pflichtgefühl und individueller Verantwortung entscheiden muss.

Das aufwühlende Drama beginnt mit der Geschichte des Jugendlichen Siggy in einem Erziehungsheim der Nachkriegszeit. Er soll einen Aufsatz schreiben über das Thema "Die Freuden der Pflicht". Anfangs fällt es ihm schwer, seine Gedanken in Worte zu fassen... doch dann beginnt er zu schreiben... von seinen Erinnerung an seine Kindheit.

 

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16.09.2019 |  40. Jahrestag der Flucht
 

Die Familien Strelzyk und Wetzel leben in der DDR und wollen weg. Die Familien starten einen Fluchtversuch mit einem Heißluftballon. Doch dieser scheitert, der Ballon stürzt kurz vor der innerdeutschen Grenze ab. Doch wie ein Wunder bleibt der Fluchtversuch unentdeckt... und die Familien arbeiten fieberhaft an einem neuen Ballon. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn mittlerweile ist ihnen die Stasi auf die Schliche gekommen.

Regisseur Michael Bully Herbig hat in diesem Film die wahre Geschichte zweier Familien, denen in der Nacht am 16. September 1979 diese spektakuläre Flucht aus der Nähe von Pösneck ins nahe gelegene Bayern gelungen ist, auf spannende Art und Weise verarbeitet. Noch nie zuvor war es DDR-Bürgern gelungen, mit einem selbst gebauten Flugobjekt in die Bundesrepublik zu fliehen...

Schindlers Liste
03.03.2019 |  25 Jahre nach dem deutschen Kinostart

 

Steven Spielbergs bewegendes Holocaust-Drama wurde 25 Jahre nach seiner Premiere in den Kinos von Universal Pictures technisch überarbeitet und neu in die Kinos gebracht. Grundlage des Films ist die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte Oskar Schindlers, der während des 2. Weltkrieges versucht, sich in Krakau eine Existenz aufzubauen und dafür aus finanziellen Gründen Juden beschäftigt. Als die Brutalität der Nazis und des Holocaust die Stadt Krakau erreicht, riskiert er nicht nur sein Vermögen, um "seine" Arbeiter vor der Deportation und damit dem Tod zu bewahren... 

Die Lehren des Films sind laut Spielberg hochaktuell und die wahren Ausmaße der Tragödie des Holocaust dürften nie in Vergessenheit geraten. 

Der Fall Eichmann
27.01.2019 | Holocaust-Gedenktag

 

Im Jahr 1961 fand in Jerusalem wohl einer der spektakulärsten und bedeutungsschwersten Prozesse der Nachkriegszeit statt: der Prozess gegen den NS-Verbrecher Adolf Eichmann.

Über das Gerichtsverfahren wurde täglich in 37 Ländern im Fernsehen berichtet - vier Monate lang. Tag für Tag teilten Überlebende ihr schockierendes Vermächtnis einem weltweiten Publikum mit. Und Tag für Tag irritierte der Angeklagte Eichmann durch seinen offenkundigen Mangel an Reue.

Der Film erzält die Geschichte des amerikanischen Filmteams um Prozent Milton Fruchtman und Regisseur Leo Hurwitz, das nach Jerusalem aufbrach, um die Welt an diesem Ereignis teilhaben zu lassen...

 

 

 

Sarahs Schlüssel
Aus dem Nichts
Lauf Junge lauf
Aus dem Nichts_2

Filmvorführungen im Jahr 2018

 

Auf Grund der hohen Resonanz auf die Vorstellung des Films "Aus dem Nichts" am 21.03.18 - sicher wegen der hohen Präsenz und Aktualität - gab es eine weitere kostenfreie Vorführung am 17.04.18.

 

Das Drama erzählt von einer jungen Frau, deren Mann und ihr achtjähriger Sohn bei einem rechtsextremen Terroranschlag in Hamburg ermordet wurden. Der Regisseur Fatih Akin, selbst Sohn türkischer Einwanderer,  verarbeitet im Film in fiktiver Form die Morde der rechtsextremen Terrorvereinigung  "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU)...

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2018 haben wir den Film "300 Worte Deutsch" gezeigt. Diese Komödie mit spielt mit den kulturellen Besonderheiten und Klischees bezüglich in Deutschland lebender Türken.

 

Der Vorsitzende und Hodscha einer türkischen Gemeinde in Köln hat aus der Türkei eine Reihe lediger Türkinnen einfliegen lassen, um alleinstehende männliche Mitglieder seiner Gemeinde mit Bräuten zu versorgen. Der Leiter der Ausländerbehörde in Köln, Dr. Ludwig Sarheimer, will die Türkinnen schnellstmöglich wieder ausweisen lassen, da keine der Damen der deutschen Sprache mächtig ist und die vorgelegten Zeugnisse über erfolgreich in der Türkei absolvierte Sprachtests gefälscht sind. Voraussetzung für eine Einreiseberechtigung ist das Beherrschen von 300 sowie das passive Verstehen von 650 Wörtern aus der deutschen Sprache...

300 Worte Deutsch

 

Filmvorführungen im Jahr 2017 und 2016

Nebel im August

8. Mai 2017

Veranstaltung in Erinnerung an den Tag der Befreiung und das Ende des Zweiten Weltkrieges

 

 

Zum Verwechseln ähnlich

26. September 2017

Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche im Kyffhäuserkreis

Verleugnung

9. November 2017

Veranstaltung in Erinnerung an die Novemberpogrome von 1938

Fritz Bauer

27. Januar 2016

"Der Staat gegen Fritz Bauer"

Veranstaltung in Erinnerung an den Holocaust-Gedenktag und die Befreiung des KZ Auschwitz

IKW 2016

September 2016 

"Willkommen auf Deutsch"

"Monsieur Claude und seine Töchter"

Veranstaltungen im Rahmen der Interkulturellen Woche im Kyffhäuserkreis

Der schwarze Nazi

9. November 2016

"Der schwarze Nazi"